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Mein Jakobsweg

Von Herne bis nach

Santiago de Compostela

 

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Von Herne machte ich mich auf und ging am 21. März 2007 los, mein Ziel ist Santiago de Compostela.

 

Frankreich »

Nach über 3 Monaten zu Fuß quer durch Frankreich habe ich die letzte große französische Pilgerstation, Saint-Jean-Pied-de-Port, erreicht.

 

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Seitdem ich in Spanien auf dem Camino Francés bin, begegne ich immer mehr Pilgern und Pilgerinnen.

 

Spurensuche in der Eifel I

Jakobsweg im Vulkanpark Brohltal/Laacher See

Von Niederzissen bis nach Maria Laach

 

Von Bernd Koldewey (Text/Fotos)

 

Das Brohltal wird in Unteres, Mittleres und Oberes Brohltal aufgeteilt und erstreckt sich bis zum Laacher See. Auf vielen Wanderwegen geht es durch eine bezaubernde Vulkanlandschaft bis hin zum größten See in Rheinland-Pfalz. Auch der Jakobsweg führt durch die Vulkanische Osteifel. 

 

Von Niederzissen bis nach Mayen – eine faszinierende Dreitagesreise durch die vulkanische Osteifel. Eine Spurensuche auf dem Jakobsweg, vorbei an erloschenen Vulkanen und Maaren.

 

Dieses Mal hatte ich mir drei Tage Zeit genommen und erkundete die Vulkanlandschaft in der Voreifel. Faszinierende Landschaftsbilder taten sich auf, ich wanderte auf einem alten Jakobsweg, der vor einiger Zeit neu erschlossen wurde. Eine 100 km lange Jakobsroute, die von Bonn nach Moselkern zur Mosel führt.

 

                  

               Pfarrkirche Niederzissen                    Brohltal - Blick nach Niederzissen

 

Angereist bin ich über Sinzig am Rhein und mit dem Landbus fuhr ich mit vielen Schulkindern durch einige Ortschaften bis nach Niederzissen. An der Kirche im Ort machte ich kurz Halt und überprüfte meine Ausrüstung. Mit im Gepäck: mein Zelt, Schlafsack und Isomatte, für mich die Standardausrüstung eines Pilgers. Schließlich hatte ich ja ein paar Übernachtungen in freier Natur eingeplant. Aus meinen Erfahrungen heraus war das Mitführen eines Zeltes eine wichtige Voraussetzung, nur so konnte ich 2008 meine lange Reise nach Santiago de Compostela antreten und meistern. 

 

             

                                 Ein typischer Vulkankegel mit Burgruine Olbrück

 

Mit knapp 14 kg Gepäck und meinem alten Begleiter, dem Pilgerstab, ging es stetig steil bergauf nach Oberzissen. Hier im bekannten und idyllischen Brohltal sah ich die in der Ferne liegende Burgruine Olbrück aus dem 11. Jahrhundert (Höhe 470m). Sie thront verschlafen auf einem sanften grünen Bergkegel (Phonolithkegel) im Vulkanpark Brohltal/Laacher See. Am Hang unterhalb des Burgberges liegt der kleine Ort Hain mit seiner St. Wendelinuskapelle (1730). Ein schöner Ort mit historischer Vergangenheit, alten Traditionen und Ritterromantik.    

 

         

                                       Der Jakobsweg Richtung Brohltalbahn

 

Eine alte Tradition ist der St. Wendelin-Segen in Hain. Jedes Jahr an den Pfingsttagen ist das ganze Dorf auf den Beinen, ein Volksfest zu Ehren des Hl. Wendelin. Er ist Schutzpatron der Hirten, Bauern und Landarbeiter. Aus Nah und Fern reisen die Besucher mit ihren geschmückten Traktoren und Pferdefuhrwerken an, sie sind auf dem Weg nach Hain zur Kapelle. Reiter und Pferde stehen Spalier und säumen die Hauptstraße. Höhepunkt ist die anschließende Pferdesegnung.

 

    

                                              St. Wendelinuskapelle in Hain

 

An der Kapelle traf ich auf den Jakobsweg und folgte ihm talabwärts bis zum Gleis des „Vulkan-Express“. Die Brohltalbahn (Schmalspurbahn) fährt von Brohl bis nach Engeln durch eine reizvolle Landschaft zwischen Rhein und Eifel. Dampflokromantik pur - Ein besonderes Erlebnis nicht nur für Eisenbahnfreunde.

 

Ich ging eine Weile der Trassenführung nach, um vielleicht ein schönes Fotomotiv der Lok zu bekommen. Doch weit und breit kein Zug in Sicht – auch hörte ich nicht das berühmte Pfeifen der Lok, wie man es aus den Wildwestfilmen kennt. Mittlerweile erreichte ich die im kleinen Seitental liegende Ortschaft Brenk und durchquerte sie. An der Kirche vorbei hinauf zum Steinbergerhof bis nach Wehr, hier traf ich wieder auf den Jakobsweg. Er führte mich weiter auf die Hochfläche bis zu einer kleinen Kapelle. Nun ging es wieder durch einen Wald bergab Richtung Autobahn und unter der A 61 hindurch auf einen Feldweg hinauf zu einem bewaldeten Höhenrücken.

 

  

                                             Benediktinerabtei Maria Laach

 

Nach wenigen Metern erreichte ich durch ein Waldgebiet einen schönen Lehrpfad, der mich zur Benediktinerabtei Maria Laach führte. Meine erste Tagesetappe auf der Vulkantour hatte ich erreicht, doch zum Campingplatz sind es noch ein paar Kilometer. Die Füße brannten schon heftig, daher versuchte ich im Kloster eine Übernachtungsmöglichkeit zu bekommen. In der Klosterkirche traf ich einen Pater, er war gerade dabei die Kirche zu schließen. Ich hatte Glück - und fragte ihn nach einer Pilgerunterkunft, freundlich vermittelte er mich weiter zum Gastpater, der mir eine Übernachtung zu sicherte.      

 

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Fortsetzung: Spurensuche in der Eifel II 

 

Dienstag, 12. Mai 2009

 

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Von Niederzissen

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