Alles ist, Alles wird, Alles kann…

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Buen Camino!

Gedanken eines Pilgers:

Alles ist, Alles wird, Alles kann…

 

Von Bernardus von Baukau (Text/Fotos)

 

Wer hatte nicht schon einmal einen Traum oder ist morgens mit merkwürdigen Gedanken aufgestanden. Genau das ist mir passiert, ich hatte plötzlich einen schönen Spruch auf den Lippen und wurde ihn nicht mehr los. War es mein Unterbewusstsein, das mir was mitteilen wollte? Genau diese Fragen stellte ich mir.

 

Es war eine unruhige Nacht, die mich schweißgebadet wach werden ließ. Was steckte dahinter? Die Bedeutung der Worte war mir zunächst noch nicht richtig bewusst. Ständig wiederholte ich sie und brummelte sie vor mich hin. „Alles ist, Alles wird, Alles kann…“ Mit diesem schönen Spruch bin ich am frühen Morgen wach geworden. Gehe ich jetzt unter die Dichter, dachte ich noch scherzhaft, nein, das glaube ich nicht. Gerade mal 7 Uhr in der Früh war es gewesen, draußen wurde es allmählich hell, der Fahrstuhl im Haus setzte sich mehrmals in Bewegung und die ersten Frühaufsteher gingen zur Arbeit. Mein T-Shirt war klatschnass, ich musste aufstehen und mir ein frisches anziehen. Im gleichen Moment meiner Ankleidung brummelte ich ständig diese Worte: „Alles ist, Alles wird, Alles kann“. So nach und nach wurde mir klar die Ernsthaftigkeit der Worte.

 

Erst beim Kaffee und einer Zigarette setzte ich mich mit den ungewöhnlichen Versen, die ich aus meinem tiefen Unterbewusstsein mitgebracht hatte, auseinander. An einem Traum konnte ich mich nicht mehr erinnern. Also schrieb ich zunächst die Worte auf einen kleinen Zettel Papier und versuchte den ersten Teil zu analysieren. Alles ist… Na ja, es ist so wie es ist, dachte ich. Nichts besonderes, man kann sowieso nichts dran ändern, war mein erstes Resultat. Doch später fand ich im Internet ein Gedicht von Erich Fried (österreichischer Lyriker), „Was es ist“. Ein Liebesgedicht, das sich fortsetzt mit den Worten: Es ist was es ist sagt die Liebe… Das kann doch nichts mit mir zu tun haben, dachte ich, ich bin doch seit 28 Jahren verheiratet. Doch was ist es dann? Ist es Poesie? Ein Wortspiel? Gedanken, die sich nachts, wenn der Körper ruht und der Geist über einen wacht, auftun. Oder ist es gar ein Hirngespinst? Nein, dass glaube ich auch nicht, es muss doch was dran sein und dahinter stecken, wenn man schon schweißgebadet aufsteht. Also forschte ich weiter, so schnell lasse ich mich nicht zufrieden stellen.

 

 

 

Alles ist was? So begann ich meine Suche im Internet. Ich gab die Wortbegriffe in den Suchmaschinen ein und war neugierig auf die Ergebnisse. Einer der berühmtesten Wissenschaftler, Albert Einstein, fand in seiner Relativitätstheorie die passenden Worte, „Alles ist relativ“. Es kommt immer auf die Sichtweise an, wie man was betrachtet, eine Verhältnismäßigkeit, die vom Betrachter bemessen wird. Für mich im Moment zu viel Wissenschaft. Muss ich anderweitig suchen, um klare Ergebnisse zu erzielen?

 

Vor einer Stunde lag ich noch im Tiefschlaf und hatte an nichts dergleichen gedacht. Jetzt war ich plötzlich auf einem Forschungstrip, um mein Unterbewusstsein zu ergründen. Relativ unverständlich tue ich mich da im Moment noch etwas schwer, es scheint doch komplizierter zu sein als ich dachte. Waren die plötzlich auftretenden Worte ein Hinweis auf etwas Verborgenes, was eine Zeit lang in mir schlummerte und von mir unbewusst freigegeben wurde. Eine Intuition für das, was noch kommt? Rational fand ich noch keine Erklärung dafür.

 

Waren es innerliche Gefühle und Sehnsüchte, die mich aufwachen ließen und mir die Worte in den Mund legten? Welche Bedeutung steckte nun dahinter?

 

Umso länger ich die Worte auf dem Stück Papier betrachtete, umso positiver wurden sie für mich. Ich änderte die Reihenfolge und ergänzte sie einfach mit dem Wort „gut“, so dass es für mich auch Sinn machte, sie zu verstehen.

 

Alles wird gut, Alles ist gut, Alles kann gut bleiben.

 

Was auch immer die Worte aus meinem Unterbewusstsein mir sagen wollten, bleibt wohl ein Geheimnis. Die Gedanken sind frei! - Alles wird gut!

 

Buen Camino!

 

Herne, September 2013

 

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