www.via-jakobsweg.de © 2013 • Bernd Koldewey • 44629 Herne (D)  

Mein Jakobsweg

Von Herne bis nach

Santiago de Compostela

 

Deutschland »

Von Herne machte ich mich auf und ging am 21. März 2007 los, mein Ziel ist Santiago de Compostela.

 

Frankreich »

Nach über 3 Monaten zu Fuß quer durch Frankreich habe ich die letzte große französische Pilgerstation, Saint-Jean-Pied-de-Port, erreicht.

 

Spanien »

Seitdem ich in Spanien auf dem Camino Francés bin, begegne ich immer mehr Pilgern und Pilgerinnen.

 

Asturische Landschaften

Eine Pilgerreise auf dem Camino Primitivo (3)

Von Salas bis nach Lugo (Galicien)

 

Von Bernd Koldewey (Text/Fotos)

 

Von Salas aus führt der Camino Primitivo zunächst durch ein Waldgebiet und am Ufer des Rio Nonaya entlang. Durch eine blühende Tallandschaft geht es weiter Richtung Bodenaya, La Espina, La Pereda und Pedregal bis zur Ortschaft Tineo. Die Landschaft wird dabei immer reizvoller, je höher man kommt, desto mehr wird man belohnt mit einer fantastischen Aussicht über die Bergwelt Asturiens.   

 

      

                    Kurz hinter Salas                                             Brückenlandschaft

 

Am Waldpfad kurz hinter der Ortschaft Salas hatten wir übernachtet. Weit über unsere Köpfe hinweg, eine gigantische Brücke (Viadukt), die ein Tal bei Salas überspannte. So ganz geheuer war uns die Monsterbrücke nicht, es wurde dunkel und wir konnten halbwegs gut einschlafen. Solche und andere Ungetüme sieht man ziemlich oft an den Jakobswegen in Spanien. „Buen Camino“!!! Auf dass die EU-Gelder von Milliarden Euros für Spanien weiter fließen und dank der europäischen Wirtschaftskrise demnach noch unvollendet sind. Man sieht viele neu gebaute Autobahnen und daneben auch gleich eine neue Nationalstraße. Die alten Nationalstraßen können jetzt, dank des großen Baubooms in Spanien, Pilger unbeschadet nutzen, da es keinen oder nur wenig Verkehr gibt. Des Weiteren sieht man viele stillgelegte Baustellen sowie Brückenpfeiler, die wie riesige Betonklötze die Landschaft verunstalten.

 

Salas -Tineo

Bezirke Salas und Tineo

 

Unser Weg führt uns nun weiter steil aufwärts durch das Tal und wir erreichten die alte Nationalstraße N-634, die wir jetzt auch ein wenig nutzen, später ging es wieder auf landschaftlich schönen Pfaden weiter. Nach einigen Kilometern erreichten wir Bodenaya (651m) und die Herberge Alejandros. Ab hier beginnt der schönste Teil der Etappe mit einem grandiosen Bergpanorama (Linker Hand) auf die Hochgebirgsregion des Naturparks Somiedo, in zentraler Lage des Kantabrischen Gebirges. Am Hang des Berges und auf schmalen Feldwegen geht es weiter nach La Espina und La Pereda. Nach einer Weile steigt der Verlauf des Weges kräftig an und man erreicht auf dieser Etappe eine Höhe von über 750 Metern.

 

         

             Aufstieg Richtung Bodenaya                            Pilgerherberge in Bodenaya

 

Immer mit einer gigantischen Aussicht über die Weiten der asturischen Landschaft. In El Pedregal (706m) gab es keine Bar und Einkaufsmöglichkeit, wie noch im Reiseführer beschrieben wurde. Ab hier nutzten wir die Landstraße AS-216 durch die Tal-Ebene nach Tineo. Die bewaldeten Höhen, der Jakobsweg führt dort hin, lag unter einer schnell heranziehenden dunklen Regenwolke, ein Unwetter kam auf. So marschierten wir zwar trockenen Fußes, doch mit aller Vorsicht an der stark befahrenen Landstraße entlang. Nach 3 km erreichten wir ein Gasthaus, ein kleiner Stopp und weiter ging es nach El Crucero.

 

      

           Panoramaweg nach La Espina                  Blick auf die Hochgebirgsregion Somiedo

 

Ab hier ging es kurze Zeit später auf einer weniger befahrenen Landstraße (Camino San Roque) bergauf, an der Kapelle San Roque vorbei und weiter zur Herberge von Tineo (673m). Mittlerweile setzte auch hier der Regen ein und die Temperatur fiel auf unter 10 Grad zurück. So beschlossen wir in der Herberge von Tineo zu übernachten. Nachdem wir mit dem Schlafsack unserer Bett sozusagen gesichert hatten, hier gab es 31 davon, ging es zum Provianteinkaufen in die Altstadt. Ein großer Supermarkt am Rande der Altstadt hatte auch am Samstag lange auf. Schnell hatten wir den Einkauf erledigt, darunter natürlich eine Flasche Wein und ein paar Zutaten für eine kräftige Suppe. Unser Gaskocher kam wieder zum Einsatz. Vor der Herberge gab es Tische und Bänke, ideal um unser Süppchen zu kochen. Um 22 Uhr ging es in guter Pilgermanier ab ins Bett, was uns gar nicht so behagte. Doch an diesem Tag machte uns das nichts aus, draußen war es lausig kalt geworden.

 

      

                      Richtung Tineo                                            Blick auf Tineo

 

Der nächste Tag führte uns zunächst wieder in die Altstadt, an der San Pedro Kirche (13. Jh.) vorbei zum Rathaus. Viele bürgerliche Häuser aus dem 16. Jahrhundert sind noch gut erhalten, darunter auch einige Paläste aus dieser Zeit. Die Stadt, die von König Alfons IX. im frühen 13. Jahrhundert als feste Pilgerstation gegründet worden ist, bietet bestimmt einige Sehenswürdigkeiten mehr. Unter anderem das Museum für Sakrale Kunst, das sich im ehemaligen Franziskanerkloster „San Francisco del Monte“ aus dem 14. Jahrhundert befindet.

 

      

                            Tineo                                                   Rathaus von Tineo

 

Tineo - Borres

Bezirk Tineo

 

Die heutige Etappe führte uns wieder steil bergauf, mit toller Fernsicht auf Tineo und die umliegenden Berge und Täler. Der Weg verlief auf schmalen Pfaden am Hang eines Berges entlang. Auf einem kleinen Holzschildchen lasen wir die Worte: „Das ist mein grünes Tal auf dem Weg nach Santiago“. Es steigt weiter an und wir erreichten heute eine Höhe von knapp über 900 Metern.

 

         

                    Blick auf Tineo                                        Panoramapfad hinter Tineo 

 

Eine wunderschöne Etappe mit herrlichem Panorama über die einzigartige Naturlandschaft. Dann öffnete sich eine Hochfläche und es ging über schöne Feldwege weiter, mitten durch eine bezaubernde grüne Wiesenlandschaft. Später kreuzt man die Landstraße AS-350 und erreicht den Ortsanfang von Piedratecha auf 800 Metern Höhe.

 

      

                 Richtung Piedratecha                                            Höhenweg  

 

Ab hier geht es durch eine Waldlandschaft steil bergab und man erreicht das verlassene Kloster Santa Maria Real von Obona. Der Ursprung eines ersten Klosterbaus geht auf König Silo zurück, dessen unehelicher Sohn, Prinz Adelgaster, das Kloster im Jahre 780 gegründet haben soll. Es ist eines der ältesten Klöster Spaniens, wobei sein heutiges romanisches Aussehen aus dem 13. Jahrhundert stammt. Hier lebten lange Zeit Benediktinermönche, die sich auch mit Ackerbau und Viehzucht auskannten. Auch der asturische Apfelwein soll von hier aus seinen Weg gefunden haben. Jakobspilger fanden lange Zeit im Kloster eine Unterkunft und wurden per Dekret von König Alfons IX. versorgt und gepflegt.

 

      

                  Asturische Hochfläche                                            Traumpfade

 

Am Bach Obona entlang geht es wieder etwas bergauf und man erreicht durch das bewaldete Tal die Dörfer Villaluz, Vega de Rey und Berrugoso, auch hier findet man schmucke Häuser mit den asturischen Getreidespeichern, den Hórreos. Dann erreichten wir Campiello mit der lebhaften Herberge von Hermina. Die Herberge mit Bar, Restaurant sowie einem kleinen Laden, befindet sich inmitten des Straßendorfs. Geschäftstüchtig werden hier auf weiß gedeckten Tischen Pilgermenüs (Menu del peregrino) à la carte angeboten. 

 

         

                    Richtung Obona                                 Kloster Santa Maria Real von Obona  

 

Wir legten hier einen Stopp ein, bestellten uns 2 Cervezas und versorgten uns mit Bohnen, Wasser und Baguettes für die spätere gemeinsame Suppe, ganz nach Cowboy-Manier. Kurz hinterm Ort Campiello ging es noch auf der Landstraße entlang nach El Fresno mit der Wallfahrtskapelle La Magdalena. Anschließend folgten wir einem schmalen Feldweg Richtung Borres. An einem kleinen Feldabzweig mit Blick auf die zurückgelassenen Dörfer fanden wir unser heutiges Übernachtungsplätzchen.

 

      

    Bar und Laden von Hermina, Campiello                      Zelten hinter Campiello...

 

Wie immer kein Problem, das kleine Zelt brauchte nicht viel Platz und ist obendrein schnell aufgebaut. Mit unserer kraftspendenden Bohnensuppe und einem Becher Rotwein überlegten wir uns, welche Variante des Weges wir Morgen gehen werden. Den Weg über den „Camino de los Hospitale“ (24,9 km) oder den über den Camino de la Pola (27,8 km). Schnell hatten wir entschieden, dass der Jakobsweg für uns über Pola de Allande, da wir gemächliche Pilger sind, die gerne mal einen Stopp einlegen, doch besser ist. Denn auf dieser Etappe, die auch über den Pass Alto de Labadorio (815m) bis nach Berducedo führt, kommen wenigstens noch einige Ortschaften mit einer Einkehrmöglichkeit vor.

 

Borres - Pola de Allande

Bezirke Tineo und Allande

 

Schnell hatten wir am nächsten Tag den Abzweig zur Herberge von Borres erreicht, wir folgten dem direkten Weg ins Dorf. Hinter Borres (629m) geht es wieder bergauf, an der Abzweigung mit einem Hinweisschild beginnt nun unsere südliche Variante nach Pola de Allande. Wir erreichten San Blismo (Sanblismo) und die nächste Ortschaft La Mortera. Hier fanden wir direkt an der Landstraße gelegen ein hübsches kleines „Tante-Emma-Lädchen“ mit Bar. Ein gutes Beispiel, wie man spanische Traditionen aufrecht erhalten kann. Die ältere liebenswürdige Dame Elena, die in spanischer Gelassenheit ihre Kunden persönlich bedient und gerne auch ein Schwätzchen hält, ist das beste Beispiel für spanisches Leben.

 

      

      Bar und Laden von Elena, La Mortera                                      Elena

 

Über den Pass Alto de Porciles (770m) erreichten wir das Dorf Porciles, das letzte bewohnte Dorf im Bezirk Tineo, auch hier trafen wir auf spanische Gelassenheit. Hier betreibt der ehemalige spanische Schauspieler José Manuel, der in vielen spanischen Fernsehfilmen zu sehen war, liebevoll seine kultig bunte Bar mit Lädchen. Nach dem anstrengenden Aufstieg treffen sich hier Pilger beim leckeren Bierchen und tauschen sich ein wenig aus.

 

      

             José Manuels Bar, Porciles                                Pilgerstempel von José

 

Gut gestärkt ging es zum nächsten Pass, dem Alto de Labadorio (810m), die Grenze zum Bezirk Allande. Nachdem es über die Höhen mit wunderbaren Landschaftsabschnitten ging, erreichten wir das idyllisch gelegene Dörfchen Ferroy. Dann nach wenigen Kilometern bergab ins Tal die etwas tiefer gelegene Bezirkshauptstadt Pola de Allande (530m). Hier gibt es neben einer Herberge viele Einkehrmöglichkeiten sowie einige Supermärkte.  

 

      

         Tallandschaft bei Pola de Allande                            Richtung Pola de Allande 

                  

Pola de Allande - Grandas de Salime

Bezirke Allande und Grandas de Salime

    

Von Pola de Allande geht es zunächst nordwestlich auf der Landstraße weiter in Richtung Peñaseita, ab hier durch das malerische Flusstal des Rio Nisón. Hier fanden wir auch ein schönes Plätzchen zum Übernachten. Eine Etappe, die durch ihre üppige Vegetation im wildromantischen Flusstal besticht.

 

      

                Hinter Pola de Allande                                     Flusstal des Rio Nisón                

 

Grüne Weiden und Berghänge, auf denen zahlreiche Rinder weiden und kristallklare Quellen und Bäche, die von den Hängen herunterplätschern, säumen den einzigartigen Naturpfad. Hier im tiefen südwestlichen Asturien beginnt nun der stetig steile Aufstieg zum Pass Puerto del Palo (1146m). In den Höhen ab 900 Metern ändert sich die Gebirgslandschaft, es wird karger und die Almen mit einer weitläufigen Heidelandschaft nehmen zu. Diese Etappe mit anstrengendem Aufstieg und dem noch anstrengenderen Abstieg zählt durch ihre fantastischen Aussichten zu den schönsten des Camino Primitivo.

 

      

                   Bachüberquerung                                        Rasten an einer Quelle

 

Der lange Abstieg führt uns an der Jakobskapelle von Montefurado vorbei, es geht durch das halbwegs verlassene Bergdorf und über eine Rinderweide leicht bergab. Begleitet von der grandiosen Aussicht verläuft der Weg durch eine blühende Heidenlandschaft. Am Abend erreichten wir das Bergdorf Lago (885m), hier beschließen wir, da es wieder angefangen hatte zu regnen, zu übernachten. In der Bar an der Landstraße gelegen, bestellten wir uns erst einmal zwei Cervezas und überlegten, wo wir unser Zelt aufbauen konnten. Da gab uns der freundliche Wirt einen Hinweis, er hatte mitbekommen, dass wir mit dem Zelt unterwegs waren, wir könnten ja unter dem Vorbau der Marienkirche schlafen. Richtig, wir sind ja daran vorbei gekommen, sie lag etwas unterhalb der Landstraße am Dorfrand. Genau wie die Kapelle del Carmen in Lampajúa, zu Beginn des Camino Primitivo, hatte auch die Kirche von Lago einen schönen Vorbau, der uns in dieser Nacht vor dem doch recht heftigen einsetzenden Regen schützen würde. Beladen mit einer Flasche Rotwein ging es hinunter zur Kirche.

 

      

                  Pass Puerto del Palo                                        Gebirgslandschaft         

 

Die Nacht war kalt und feucht, lange sind wir aufgeblieben und haben uns über Gott und die Welt unterhalten. Der Regen plätscherte vom Dach und es bildeten sich um die Kirche herum kleine Rinnsale. Mit langer Unterhose und dicken Pullovern mummelten wir uns in unseren Schlafsäcken ein. Die kurze Nacht haben wir halbwegs gut auf dem Steinboden überstanden, durchgefroren machten wir uns am Morgen auf, um uns in der Bar beim frischen Kaffee aufzuwärmen. Danach setzten wir unseren Abstieg weiter fort, heute wollten wir die Ortschaft Grandas de Salime erreichen.  

 

      

           Abstieg Richtung Montefurado                            Blühende Heidenlandschaft

 

Weiter ging es über die Höhen Richtung Berducedo, nach und nach lösten sich die dicken Regenwolken der Nacht auf und es wurde wieder schöner. Nun ging es durch einen Pinienwald und über schmale Feldwege weiter bis nach Berducedo. Ein kleines Straßenbergdorf mit Herbergen und zwei Bars mit einem Laden auf 900 Metern Höhe. Hier versorgten wir uns noch mal mit Proviant, denn auf den nächsten 15 Kilometern gibt es keine Möglichkeiten mehr. Der Pilgerweg verläuft zunächst wieder etwas bergauf und bergab, nach 4 Kilometern erreichten wir das Bergdorf La Mesa (856m). Von der öffentlichen Herberge geht es auf einer Teerpiste noch mal kräftig nach oben auf über 1000 Meter. Wieder belohnt mit traumhaften Panoramen über die Bergwelt Asturiens. Wir erreichten ein altes Gehöft mit der Kapelle Santa Marina de Buspol, das historische Fleckchen gab es schon seit dem Mittelalter, es diente lange Zeit als Pilgerhospital.  

 

      

          Jakobskapelle von Montefurado                                 Dorf Montefurado

 

Nach einer Weile der erste Blick auf den tief unten im Tal liegende Stausee von Grandas de Salime, doch bis dahin zog sich der lange Abstieg unendlich hin. Schmale steinige Pfade führten uns in Serpentinen durch eine atemberaubende felsige Heidelandschaft stetig bergab. Nach 3 Stunden mit einer ausgiebigen Pause hatten wir endlich am Abend den Abstieg geschafft und wir standen etwas oberhalb des Flusses Rio Navia, der den Stausee speist.

 

      

        Kapelle Santa Marina de Buspol                      Blick auf den Stausee Las Grandas

 

Nach einigen Metern erreichten wir über die Staumauer das Gasthaus mit Blick auf den Stausee Las Grandas. Bis hier hin und kein Schritt mehr weiter. Denn die 5 Kilometer nach Grandas de Salime auf der stark befahrenen Landstraße an deren Leitplanken entlang und wohlgemerkt bergauf und bei einsetzendem Regen und Temperaturen die alles andere als angenehm waren, wollten wir uns nicht mehr antun. So gab es für uns nur ein „Nein Danke“. Wir waren geschafft und waren froh endlich die nassen Klamotten loszuwerden. Auch das Zelten machte keinen Sinn mehr, bei Temperaturen um die 6 Grad und starkem Regen unmöglich. Also übernachteten wir im Gasthaus am Stausee.

 

      

                  Stausee Las Grandas                                       Grandas de Salime

 

Am nächsten Morgen regnete es immer noch, auch die Temperaturen waren eher im winterlichen Bereich anzusiedeln. Die Prognose für die nächsten 7 Tage war verheerend, Regen, Schnee und ein Temperaturabfall im Frostbereich. So beschlossen wir unsere Reise zu unterbrechen und in einem zweiten Teil fortzusetzen. In Grandas de Salime legten wir noch einen Stopp ein, fuhren später über den Puerto del Acebo Pass in die galicische Provinzhauptstadt Lugo.

 

      

                    Puerto del Acebo                                            Passüberquerung

 

Auch hier in Lugo war das Wetter wie in ganz Nordspanien schlecht. Es regnete ohne Ende, die Stadtbesichtigung fiel fast im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser. Nur spärlich konnte man Fotos schießen und auch sonst drückte das Wetter auf das Gemüt. Die einzigen, die das alles gelassen sahen, waren die Asturier und jetzt die Galicier, sie kümmert das nicht. Lebensfreude pur, mit Regen oder ohne Regen, ganz so wie die Briten, Iren und Schotten.

 

      

                      Lugo (Galicien)                                         Kathedrale von Lugo

 

Auch auf der langen Zugfahrt durch Spanien, Frankreich und Deutschland begleitete uns das miese Maiwetter. Jetzt Anfang Juni kämpfte man auch in Deutschland mit dem Hochwasser. Durch die heftigen Dauerregenfälle der letzten Tage und die dramatisch anschwellenden Flüsse riefen einige Städte in Bayern und Sachsen sogar Katastrophenalarm aus.

 

Fazit der Reise durch Asturien: Wir hatten auf unserer zweiwöchigen Pilgerreise auf dem Camino Primitivo viele neue Eindrücke gewinnen können. Darunter natürlich die unvergessene Landschaft und Natur in Asturien, eine der schönsten Regionen in Nordspanien, die keine Wünsche offen ließ. Die Highlights waren natürlich der Wallfahrtsort Covadonga und die Berge der Picos de Europa. Aber auch die Pilgerreise an sich, auf dem ersten und ursprünglichen Pilgerweg zu pilgern, mit all seinen Facetten und Herausforderungen, war für uns eine sehr schöne Zeit. Auch wenn das Wetter zum Schluss nicht ganz mitspielte, egal, wir kommen bestimmt wieder und setzen die Reise fort. Bis dahin ein herzliches Buen Camino!!!   

 

Von Rüdiger Schneider: Asturisches Abenteuer

   

Herne, Juni 2013

 

Bücher zum Thema Jakobsweg »»»

 

Camino Primitivo

1 - 2 - 3  Zurück

 

Deutschland  Frankreich Spanien Spurensuche ▪ Galerie 

Videos Bücher  Kontakt  Datenschutz Impressum Home

 

© 2008-2013 via-jakobsweg.de

 

 

 

 "Seid Hüter der Schöpfung und der Umwelt!"

Papst Franziskus

 

 

Spurensuche: 

Jakobuskult in Europa

und Deutschland

Santiago de Compostela