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Mein Jakobsweg

Von Herne bis nach

Santiago de Compostela

 

Deutschland »

Von Herne machte ich mich auf und ging am 21. März 2007 los, mein Ziel ist Santiago de Compostela.

 

Frankreich »

Nach über 3 Monaten zu Fuß quer durch Frankreich habe ich die letzte große französische Pilgerstation, Saint-Jean-Pied-de-Port, erreicht.

 

Spanien »

Seitdem ich in Spanien auf dem Camino Francés bin, begegne ich immer mehr Pilgern und Pilgerinnen.

 

Mein Jakobsweg

Von Herne bis nach Santiago de Compostela

 

Mein Jakobsweg - Impressionen zu einem 3000 Kilometer langen Pilgerweg von Herne in Westfalen (Deutschland) nach Santiago de Compostela (Spanien). Ich hatte mir in den Kopf gesetzt, das Grab des Apostels Jakobus zu besuchen und durch halb Europa zu pilgern um neue Erfahrungen zu sammeln.  

 

Angefangen hat alles 2006, als mein Freund mir von seiner Reise, dem „portugiesischen Jakobsweg“, berichtete. Ich war sofort vom Jakobs-Fieber angesteckt und plante Anfang 2007 mich selbst auf den historischen Weg zu machen.

 

Sorgfältig plante ich meine Reise und studierte Reiserouten, forschte im Internet – wo ich auf unzähligen Webseiten fündig geworden bin. Wissensmaterialien über den Jakobsweg und den Hl. Jakobus gab es reichlich. Doch wie sieht es aus mit der Psyche oder der Physis? Ich finde, dass ich körperlich fit genug bin, und glaube fest an die Umsetzung, den ganzen Weg zu Fuß nach Spanien zu gehen.

 

Was bewegt einen 50jährigen Mann, die großen Strapazen auf sich zu nehmen? Bei mir waren es keine sportlichen Ambitionen, sondern das Verlangen einmal abzutauchen um eine vergessene Welt kennenzulernen. Eine Reise in die Vergangenheit und zu den Kulturen des Mittelalters, das ist mein Ziel. Ich war vom Gedanken fremde Kulturen, historische Orte, alte Bauwerke zu sehen, so begeistert, dass man mich nicht abbringen konnte, dieses große Vorhaben und Abenteuer umzusetzen.

 

Der Aufbruch

 

Nach meiner Verabschiedung von meiner Familie und Freunden erhielt ich von meinem Gemeindepfarrer den Pilgersegen. So konnte ich im guten Glauben am 21. März 2007 aufbrechen um meinen persönlichen Weg zu finden. Ich suchte nach neuen Erfahrungen und Antworten auf meine Fragen: Gibt es in der heutigen schnelllebigen Zeit noch Nächstenliebe? Wie werden Jakobspilger aufgenommen? Kann man mit einfachen Mitteln den Jakobsweg gehen? 

 

              

 

Ich wusste, dass der Anfang sehr schwer sein würde und ich mich von den täglichen Zwängen befreien musste. Ein Prozess, der einige Wochen andauerte, bis ich schließlich eine innere Befreiung verspürte. Ein Gefühl von Abenteuerlust packte mich und zog mich in seinen Bann.

 

Plötzlich war alles anders. Es war ein angenehmes Bauchgefühl – fast so wie Schmetterlinge im Bauch, ein Glücksgefühl, das Richtige zu tun. Fernab der Heimat entwickelte sich mehr und mehr das Fernweh und die Ängste und Sorgen verschwanden immer mehr.    

 

Ich erinnere mich noch an die Worte eines Pilgerfreundes aus Belgien.

 

Er sagte zu mir: „Akzeptiere den Weg - so wie er ist - und öffne Dich deinem Jakobsweg, so wird Jakobus seine Hand über deinen Kopf halten und dich schützen“. 

 

         

 

Diese lieben Worte begleiteten mich den ganzen Weg hindurch und ich spürte die Kräfte, die davon ausgingen. Denn auch das habe ich gelernt, dass man diesem großartigen Weg vertrauen kann.

 

Auszug aus dem Buch

"Aufbruch nach Santiago" - Band I – Von Herne bis nach Schwelm

 

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Bücher zum Jakobsweg

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Santiago

(für M.-M.)

von Rüdiger Schneider

 

 

St. Jakob -
Schutzpatron der Pilger